Aus der Sicht eines Esels
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Emil (Hofesel) Dienstag, 17. 02. 2015

Aus der Sicht eines Esels

Hallo, mein Name ist Emil. Eigentlich muss ich mich gar nicht vorstellen, denn ich bin ja bereits weit über den Pennhof hinaus bekannt. Dennoch möchte ich es mir nicht nehmen lassen, über meine Erlebnisse am und rund um den Pennhof zu berichten.

Geboren wurde ich vor ungefähr drei Jahren auf einem Hof in Lajen. Bereits als junges Fohlen liebte ich die Natur und das Herumtollen auf den saftigen grünen Wiesen. Als ich schließlich alt genug war, um die weite Welt zu entdecken, kam ich zu meinem jetzigen Besitzer Elmar. Es war Freundschaft auf den ersten Blick. Bereits nach wenigen Momenten wusste ich, dass ich Elmar begleiten will und ihm mit meinem Esel-Ehrenwort viele Jahre zur Seite stehen werde. Wir Esel werden schließlich bis zu 35 Jahre alt, Zeit genug um die Abenteuer auf den Höhen Barbians zu erleben. Mir ist zu Ohren gekommen, dass die Menschen uns Esel als dumme und sture Tiere bezeichnen. Ich kann mich erinnern, dass einmal ein Mensch zu seinem Bekannten „blöder Esel“ gesagt hat. Das stimmt allerdings nicht, im Gegenteil – wir sind sehr intelligente Tiere. Bereits seit vielen hunderten von Jahren begleiten wir die Menschen und verrichten unzählige Arbeiten, für die sich der Mensch wahrscheinlich zu schade ist oder nicht die Kräfte dazu hat. Wir schleppen Lasten, ziehen Pflüge, dienen als Transportmittel und vieles mehr. Wenn wir wirklich blöd wären, dann hätten wir nicht diese zahlreichen Fähigkeiten!

Mein Leben auf dem Pennhof ist sehr spannend und aufregend. Ich habe hier sehr viele Freunde, wie zum Beispiel Alex, der trotz seines fortgeschrittenen Alters den Biohof bewacht. Auch Bob und Rita, die Hängebauchschweine, oder Sterni die Ziege gehören zu meinen besten Freunden auf dem Pennhof. Obwohl wir als Tiere so verschieden sind, verstehen wir uns blendend und erzählen uns die lustigsten Geschichten. Natürlich genießen wir die Streicheleinheiten der zahlreichen Gäste, die uns auf dem Biohof besuchen kommen. Vor allem für die Kinder sind wir jedes Mal aufs Neue ein Erlebnis wert. Geduldig lasse ich jede Streicheleinheit über mich ergehen, sofern sie denn auch mit Naschereien belohnt wird.

Jedes Jahr im Herbst schickt mich mein Besitzer in den Urlaub, darauf freue ich mich immer wieder. Ich habe gehört, dass es viele Höfe gibt, die auch gerne so einen lieben Esel wie mich hätten. Deshalb sollte ich meine Gene an die nächsten Eselgenerationen weitergeben. Man hofft sogar, dass es eines Tages einen kleinen Emil mit dem selben Charakter geben wird. Auf meinen abenteuerlichen Reisen durch Südtirol lerne ich viele neue Freunde kennen. Dennoch freue ich mich immer wieder, wenn ich nach meiner Zeit außerhalb vom Pennhof endlich wieder nach Hause komme, denn schließlich vermisse ich meine Freunde vom Biohof. Ich freue mich schon auf den herannahenden Frühling, dann kann ich wieder mit meinen Freunden auf den saftig grünen Wiesen toben und die blühende Natur genießen.

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